Eskalation im Nahen Osten: Was das für Benzin, Flüge und Zinsen bedeutet

Die Eskalation zwischen Iran und Israel sorgt für Aufruhr. Sie könnte nicht nur die Inflation befeuern, sondern auch die Öl-Preise. Wie es nun weitergehen könnte.

Nachdem der Iran in der vergangenen Woche mit einem massiven Drohnenangriff erstmals überhaupt Ziele auf israelischem Staatsgebiet direkt ins Visier genommen hatte, war der Preis für ein Fass Rohöl der Nordseequalität Brent am Freitag auf über 90 Dollar, den höchsten Stand seit Herbst 2023, geklettert.

Wie Simon Lustenberger, Leiter Anlagestrategie bei der Zürcher Kantonalbank (ZKB), auf Anfrage von CH Media erklärt, hätten die Märkte «ein gewisses Risiko für eine Eskalation in den vergangenen Wochen schon vorweggenommen».

Obschon offenbar fast alle Raketen abgefangen werden konnten und die wenigen Geschosse, die ihre Ziele erreichten, kaum Schaden anrichteten, bezeichnete der Iran die Operation als erfolgreich. Wie es scheint, wollte das Mullah-Regime damit zu erkennen geben, dass es ohne Gegenreaktion Israels keine weiteren Angriffe mehr plane.

Auf den Rohstoff- und Finanzmärkten scheint man die Botschaft derzeit als Signal einer Deeskalation zu verstehen. Jedenfalls glitt der Erdölpreis am Montag wieder leicht zurück und auch die Aktienmärkte eröffneten den Handel am Montag unter einer zuversichtlicheren Note.

Doch die Stimmung bleibt aufgeheizt und die Folgen einer Eskalation wären gravierend. Analysten der amerikanischen Citigroup warnen, dass der Erdölpreis bei einem nächsten militärischen Schlag über die Marke von 100 Dollar pro Fass steigen könnte. Gelingt dagegen eine Deeskalation, könnten sie auf rund 80 Dollar pro Fass sinken, so die Prognose. Man erwarte, dass die Spannung im Nahen Osten in der nahen Zukunft «extrem hoch» bleiben werden, schreiben die Citigroup-Analysten.

Iran ist ein wichtiger Produzent innerhalb der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC). Derzeit produziert das Land täglich über 3 Millionen Barrel Rohöl, wie die Rohstoffexperten der niederländischen Bank ING schreiben. Es bestehe das Risiko, dass die Versorgungslage durch strengere Ölsanktionen gegen den Iran beeinträchtigt werde oder dass Israel die iranische Energieinfrastruktur ins Visier nehmen könnte.

Sollte das Ölangebot signifikant sinken, gibt es aber noch Hebel: So könnten beispielsweise die USA ihre Rohölreserven öffnen. Auch andere OPEC-Länder hätten noch freie Produktionskapazitäten. Wenn die Preise stark steigen würden, sei es denkbar, dass die Gruppe einen Teil dieser Reservekapazität auf den Markt bringt. «Die OPEC wird nicht wollen, dass die Preise angesichts des Risikos der Nachfragezerstörung zu hoch steigen», so die Fachleute von ING.

Dem Szenario einer Angebotsverknappung auf den Erdölmärkten stehen zudem die Analysen der Internationalen Energieagentur (IEA) entgegen. Dem aktuellen Erdölmarktbericht der IEA zufolge seien die kompensatorischen Effekte nach dem pandemiebedingten Einbruch der Weltwirtschaft inzwischen weitgehend ausgeglichen, sodass sich die globale Nachfrage nach dem schwarzen Gold im ersten Quartal weiter abgeschwächt habe. Auch die IEA geht davon aus, dass vor allem die USA die Förderung von Erdöl bis 2025 kräftig ausweiten werden.

Benzin-Schock

Die gestiegenen Ölpreise machen sich mit Verzögerung an den Zapfsäulen bemerkbar.
Symbolbild: Getty

Schon in den vergangenen Wochen ging es mit dem Benzinpreis in der Schweiz nach oben: Durchschnittlich kostet der Liter an den Schweizer Zapfsäulen laut dem Touring Club Schweiz (TCS) aktuell 1.90 Franken. Und nun ist es im Nahen Osten mit den iranischen Luftangriffen auf Israel zu einer neuen Eskalation gekommen. Das hat Folgen für die Öl- und auch für die Benzinpreise.

Da sich der Effekt auf die Benzinpreise meist verzögert bemerkbar mache, rechnet ZKB-Experte Lustenberger damit, dass die Preise an den Tankstellen nachziehen werden. Bleiben die Ölpreise um die 90 Dollar pro Fass, würden die Preise an den Tankstellen wohl auch noch ein bisschen steigen. Zumal auch der Dollar etwas an Stärke gewonnen hat.

Wie sich die aktuelle Eskalation auf den Benzinpreis auswirkt, ist laut Lustenberger schwer zu sagen. «Es kommt darauf an, wie es weitergeht», sagt er. Die internationale Staatengemeinschaft arbeite auf eine Deeskalation hin, das spreche gegen einen weiteren Anstieg.

Auch mittel- bis langfristig rechnet Lustenberger mit einer Entlastung: «Wenn die Wirtschaft mehr für die Energie zahlen muss, führt das zu einem Bremseffekt.» In einem Jahr könnten die Preise daher eher tiefer liegen, so seine Prognose.

Airlines

Flugrouten geändert: Reisen nach Asien sind für Swiss-Passagiere aufgrund von Umwegen bis zu 90 Minuten länger.
Bild: Andreas Haas / Imago Images / www.imago-images.de

Fluggesellschaften sehen sich gezwungen, ihre Flugplanung nach der Eskalation im Nahen Osten anzupassen. Nach dem iranischen Angriff auf Israel wurden Lufträume geschlossen, Flüge umgeleitet und Routen angepasst. Jordanien, Israel und der Irak sperrten rasch den Luftraum für Zivilflugzeuge. Dies hatte Folgen für zahlreiche Flüge zwischen Europa und dem Nahen Osten.

So mussten in der Nacht von Samstag auf Sonntag mehrere Flüge Richtung Persischen Golf wieder umkehren. Die Flüge der Lufthansa-Tochter Swiss aus Delhi und Singapur wurden laut dem Branchenportal «Aerotelegraph» umgeleitet und mussten in Wien zwischenlanden, um aufzutanken. Des Weiteren haben viele Airlines ihre Flugrouten angepasst, um statt über Türkei und Irak oder Iran zu fliegen, die südliche Route über Ägypten und Saudi-Arabien zu nehmen.

Die Swiss setzte ihre Flüge nach Tel Aviv bis und mit Montagabend aus. Die Sicherheit der Crew und Passagiere habe stets oberste Priorität. Zudem tausche man sich ständig mit den Behörden aus. Am Sonntagmorgen öffnete Israel seinen Luftraum wieder. Die Airlines reagierten unterschiedlich.

Die Lufthansa-Gruppe kündigte an, den iranischen Luftraum bis und mit Donnerstag zu umfliegen. Folglich verlängern sich manche Asien-Flüge wie nach Bangkok oder Singapur um bis zu eineinhalb Stunden. Die libanesische Hauptstadt Beirut wird von der Swiss bis Donnerstag nicht angeflogen. Stand Montagabend (20.30 Uhr) plante die Swiss, die Flüge nach Tel Aviv am Dienstag wieder aufzunehmen.

Zinsen

«In der Weltwirtschaft gibt es Zeichen einer leichten Erholung.» Das ist die frohe Botschaft, mit der Kristalina Georgieva, Direktorin des Internationalen Währungsfonds (IWF), am Mittwoch die traditionelle Frühjahrstagung der wichtigen Organisation in Washington zu eröffnen gehofft hatte. Aus dem globalen Meinungsaustausch in gelöster Atmosphäre unter Regierungsvertretern und Notenbankgouverneuren, zu dem auch die Bundesräte Karin Keller-Sutter, Guy Parmelin und Nationalbankchef Thomas Jordan anreisen, dürfte aber auch in diesem Jahr nichts werden.

Das Risiko einer Eskalation des Nahost-Konfliktes überschattet die diesjährige IWF-Tagung so, wie das vor einem Jahr mit der Gefahr einer neuen Finanzkrise, vor zwei Jahren mit dem unvermittelten Anstieg der Inflation und vor drei Jahren mit den Folgen der Pandemie schon der Fall gewesen war.

In dem konfliktträchtigen Umfeld sind alle Prognosen mit grosser Unsicherheit behaftet. Das zeigt sich nicht zuletzt am Umstand, dass die Finanzmarktakteure ihre Sicht auf weitere Zinsentwicklung zuletzt gründlich verändert haben. Noch vor wenigen Wochen gab es einen breiten Konsens, dass im Juni auch die USA die erste Leitzinssenkung seit vier Jahren beschliessen wird.

Daran glaubt inzwischen fast niemand mehr, nachdem sich die US-Inflation zuletzt wieder auf 3,5 Prozent beschleunigt hat. Von der Europäischen Zentralbank erwarten die Märkte zwar weiterhin eine erste Leitzinssenkung im Juni. Aber die hohen Energiepreise bleiben auch für die EZB ein gefährlicher Störfaktor.

Dabei wären tiefere Zinsen gerade für die schwächelnde Konjunktur in vielen grossen Ländern des alten Kontinents eine sehnlichst erwartete Erlösung. Die hohen Zinsen bremsen die Investitionsbereitschaft der Unternehmen, sie lasten schwer auf den Budgets hochverschuldeter Länder wie Italien oder Frankreich und sie entziehen den Hypothekarschuldnern Kaufkraft, die diese für besser für konjunkturbelebende Konsumausgaben einsetzen würden.

Das Risiko einer verfrühten Leitzinssenkung ist virulent und die Folgen einer erneuten Beschleunigung der Inflation könnten insbesondere im wirtschaftlich rekonvaleszenten Europa verheerende Ausmasse annehmen. Die EZB wäre gezwungen, das zarte Pflänzchen einer konjunkturellen Erholung quasi im Keim zu ersticken, um der Teuerung mit abermaligen Leitzinserhöhungen Herr zu werden.

Das sind Szenarien, deren Eintretenswahrscheinlichkeit eng mit der unberechenbaren Entwicklung in den geopolitischen Hochrisikozonen im Nahen Osten und in der Ukraine verknüpft sind. Vor diesem Hintergrund kündigt sich in Washington alles andere als ein IWF-Treffen in gelöster Atmosphäre an.

Während 20 Jahren war die Weltwirtschaft mit durchschnittlich fast 4,5 Prozent pro Jahr gewachsen. Jetzt sind es noch kaum mehr als 3 Prozent. Seit der Finanzkrise ist die durchschnittliche Verschuldung der Industrieländer von unter 75 Prozent des Bruttoinlandproduktes auf gegen 120 Prozent hochgeschnellt. Im Mittel werden 5 Prozent der jährlichen Fiskaleinnahmen vom Zinsendienst weggefressen.

Den Schwellenländern ergeht es nicht besser. Ihre mittlere Verschuldungsquote liegt mit 75 Prozent zwar tiefer als jene der Industrieländer, sie hat sich innerhalb der vergangenen 15 Jahre aber um rund 150 Prozent erhöht. Und vor allem geben die Schwellenländer inzwischen durchschnittlich 14 Prozent ihres Budgets für Schuldzinsen aus. Wirtschaftliche Stabilität sieht anders aus. Geht der Konflikt im Nahen Osten glimpflich aus, ist der Weg bis zur nächsten Krise nicht weit.

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Hickhack ums Hakenkreuz: Neuer Anlauf für ein Verbot von Nazisymbolen

Statt einer expliziten Regelung gegen Nazisymbole wollte der Ständerat ein generelles Verbot von extremistischen Symbolen. Der Nationalrat fordert weiterhin Tempo beim Kampf gegen das Hakenkreuz.

Das Hakenkreuz soll endlich auch in der Schweiz verboten werden. Gerade der wieder deutlich sichtbarere Antisemitismus seit dem eskalierten Konflikt zwischen der Hamas und Israel hat der Politik hier schmerzhaft den Handlungsbedarf vor Augen geführt. Diese Woche kann nun der Nationalrat Nägel mit Köpfen machen: An der Sondersession sind gleich mehrere Vorstösse traktandiert, die auch ein Verbot von Nazisymbolen fordern.

Aber eigentlich könnte der Bundesrat schon seit mehreren Monaten an einer entsprechenden Gesetzesänderung arbeiten. Ausgebremst hat ihn hier an der Wintersession der Ständerat. Dieser hatte eine Motion von Marianne Binder (AG/Mitte) abgelehnt. Binder hatte diese noch als Nationalrätin eingereicht, seit dieser Legislatur sitzt sie im Ständerat. In der grossen Kammer fand sie für ihr ein Anliegen noch eine solide Mehrheit.

Schwierig wird es bei den Zahlencodes

Anders im Ständerat. Auch der will zwar ein Verbot von Hakenkreuzen. Aber statt einem konzis formulierten Verbot von Nazisymbolik im öffentlichen Raum, wie es Binder forderte, wollte die zuständige Kommission der kleinen Kammer lieber ein generelles Verbot von «rassendiskriminierenden, gewaltverherrlichenden oder extremistischen Symbolen» und formulierte eine eigene Motion. Das klingt nachvollziehbar. So würden beispielsweise auch gewaltpropagierende Parolen von Linksextremen strafbar.

Nur: Bereits die Beschränkung auf die Nationalsozialmus-Symbole und -Codes ist eine komplizierte Sache. Während beim Hakenkreuz der Fall eindeutig ist, wird es bereits bei den Zahlenkombinationen schwierig. «88» ist eine beliebte Zahl bei Rechtsextremen. Die 8 steht dabei für den 8 Buchstaben des Alphabets und so wird «88» im Nazicode zu «Heil Hitler». Längst nicht jeder mit einer 88 auf dem Sporttrikot ist aber ein Neo-Nazi. Hier landet man rasch bei juristischen Kniffeleien.

Trotzdem kam der Bund in einem Bericht zum Schluss, dass ein Verbot von offensichtlichen antisemitischen Symbolen und Begriffen, wie es Binder vorschlug, grundsätzlich möglich wäre. Und skizzierte auch konkrete Umsetzungsmöglichkeiten. Für eine Mehrheit des Ständerats war diese Beschränkung trotzdem zu spezifisch. Bei Marianne Binder löst das Kopfschütteln aus: «2009 scheiterte ein Verbot von nationalsozialistischen und rassistischen Symbolen an der Begründung, dass es so zu weit gefasst sei. Ich fokussiere deshalb auf den Nationalsozialismus. Das sei jetzt aber wieder zu spezifisch. Also, was jetzt?», fragt die Ständerätin.

Naziverbot «zügig» umsetzen

Sie habe «gar nichts» dagegen, wenn man weitere extremistische und rassistische Parolen und Symbole verbieten wolle, aber «beim Holocaust, als erwiesen umschriebenes Verbrechen, kann man doch endlich einmal einen Anfang machen.» Binder ist aber immer noch zuversichtlich, dass bald eine Verbotslösung für Nazisymbole auf dem Tisch ist. Auch die Kommission des Nationalrats fordert, dass ein Verbot «zügig» angegangen wird und erst in einem zweiten Schritt solle das Gesetz dann weiter gefasst werden.

Nach anfänglicher Ablehnung – unter anderem mit Verweis auf die Meinungsfreiheit – unterstützt mittlerweile auch der Bundesrat ein Verbot von Nazisymbolen und -Parolen. Binder ist zuweilen etwas ratlos, «ob all den absurden Debatten, die ihre doch eigentlich sehr selbstverständliche Forderung ausgelöst hat.» Und überhaupt setze sie sich entschlossen gegen die «galoppierende Geschichtsvergessenheit» in der heutigen Gesellschaft ein. Die zunehmende Judenfeindlichkeit angesichts der Geschichte des letzten Jahrhunderts mache sie fassungslos.

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FC Alterswil und FC Tafers haben ihren neuen Namen gefunden

Die Fussballclubs aus Alterswil und Tafers haben sich im Februar dazu entschieden, auf nächste Saison hin zu fusionieren. An der Gründungsversammlung haben die beiden Vereine am Montagabend bekannt gegeben, wie der aus der Fusion entstehende Verein heissen wird. Und es ist unspektakulär geworden: Als FC Tafers-Alterswil geht der neue Club in Zukunft auf Torejagd.

Er wird mit drei Aktivmannschaften in die neue Saison starten. Das Fanionteam wird von Meinrad Oberson trainiert werden, die zweite Mannschaft vom Duo Florian Haymoz/Julien Baeriswyl, das «Drü» von Stefan Burri und Livio Schmutz.

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Medienbericht: Tesla streicht weltweit 14’000 Jobs

Nach Jahren des rasanten Wachstums hat sich Markt für Elektroautos abgekühlt. Nun will Tesla-Chef Elon Musk Berichten zufolge beim Personal den Rückwärtsgang einlegen. Auch Grünheide soll betroffen sein.

Tesla-Chef Elon Musk will einem Bericht zufolge angesichts der Flaute auf dem E-Automarkt weltweit mehr als ein Zehntel aller Stellen im Unternehmen streichen. Es sei sehr wichtig, sich jeden Aspekt im Unternehmen hinsichtlich Kosten und Produktivität anzusehen, zitierte das Branchenportal Electrek am Montag aus einer internen Mail des Firmenchefs. Nach einer eingehenden Prüfung habe das Unternehmen entschieden, die Stellenanzahl um mehr als zehn Prozent zu senken. Über die Mail berichtete auch das «Handelsblatt». Tesla beschäftigte nach eigenen Angaben Ende des vergangenen Jahres gut 140’000 Mitarbeiter.

Tesla bekommt den Preiskampf auf dem grössten Automarkt China zu spüren und lieferte im ersten Quartal mit knapp 387’000 Autos überraschend weniger Fahrzeuge aus als ein Jahr zuvor. Schon davor hatten sich nach den jahrelang starken Zuwächsen Zweifel am Wachstumstempo des Marktes gemehrt.

In den USA greifen Kunden verstärkt zu Verbrenner- und Hybrid-Fahrzeugen. In China bekommt Tesla mehr Konkurrenz von einheimischen Herstellern. In Europa musste Tesla die Produktion in Grünheide bei Berlin zunächst wegen Lieferengpässen bei Bauteilen durch die Umleitung von Schiffen nach Angriffen jemenitischer Huthi-Rebellen im Roten Meer sowie nach einem Anschlag auf die Stromversorgung des Werks zeitweise aussetzen. Laut «Handelsblatt» ist auch Grünheide vom Stellenabbau betroffen. Dort würden rund 3000 der 12 500 Beschäftigten entlassen, berichtete die Zeitung unter Berufung auf zwei interne Quellen.

Mit dem rasanten Wachstum der vergangenen Jahre sei es zu Doppelfunktionen in einigen Bereichen gekommen, hiess es laut Electrek in der Mail von Musk. Die Stellenstreichungen würden es dem Unternehmen erlauben, schlank, innovativ und hungrig auf die nächste Wachstumsphase zu sein.

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Schlesisches Quartett im Equilibre

Am Dienstag empfängt die Freiburger Konzertgesellschaft im Theater Equilibre das schlesische Streichquartett. Die vier Musiker entführen das Publikum auf eine Reise durch Polen. Sie eröffnen das Konzert mit dem «Streichquartett Nr. 2» von Karol Szymanowski. Es folgt das «Streichquartett Nr. 4» von Grażyna Bacewicz. Nach der Pause spielen die Musiker das «Streichquartett Nr. 4» von Krzysztof Penderecki. Den Abschluss bildet das «Streichquartett Nr. 6 in e-moll» von Mieczysław Weinberg. sos

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Das grosse Bangen um die Inflation – wie hoch sind die Zinsen danach?

Das Rätseln über die Inflation bewegt Aktien, Zinsen, den Franken. Eine UBS-Studie sagt, was nach dem Sieg über die Inflation kommt. 

Die Woche begann mit einer Warnung. Der Internationale Währungsfonds (IWF) wollte den Zentralbanken aufzeigen, dass ihre Leitzinserhöhungen noch nicht die volle Wirkung entfaltet haben. Denn die Haushalte seien bisher durch festverzinsliche Hypotheken geschützt gewesen. Irgendwann aber würden diese Festhypotheken ablaufen, sodass die hohen Zinsen plötzlich und unerwartet stark durchschlagen und sogar zu Zahlungsausfällen und zu «finanzieller Instabilität»führen können.

Es kann also noch viel in die Brüche gehen, bevor die Zinsen wieder auf ein niedrigeres Niveau sinken.

Deshalb schwanken die Aktienmärkte seit Monaten zwischen Himmel und Hölle, bei jedem My zur künftigen Zinsentwicklung fliegen sie hoch oder stürzen ab. Als beispielsweise die US-Börse zeitweise glaubte, die Inflation sei besiegt und damit der Weg für Leitzinssenkungen frei, stiegen die Leitindizes auf historische Höchststände. Ebenso bestimmt die Inflation, wohin sich der Franken bewegt, die Hypothekarzinsen oder die Immobilienpreise.

Somit ging es auch in dieser Woche auf und ab, als zuerst die USA neue Inflationszahlen bekannt gaben und später die Europäische Zentralbank (EZB) über ihren Leitzins entschied.

Es begann mit einer Enttäuschung. In den USA stiegen die Preise stärker als erwartet, und zwar im März um 3,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das war eine Wende. Zuvor war der Preisanstieg anderthalb Jahre ständig zurückgegangen. Prompt beklagte die «Financial Times» ein «Wiederaufleben der Inflation» und die Zinsmärkte reagierten laut der Nachrichtenagentur Bloomberg mit einer «seismischen Verschiebung».

Die Märkte glauben nun nicht mehr, dass die US-Fed die Leitzinsen bis Ende 2024 noch sechs Mal senken wird – neu rechnen sie mit zwei Mal. Diese Kehrtwende reichte aus, um die US-Hypothekarzinsen in die Höhe zu treiben, den Dollar zum Franken zu stärken und US-Immobilienaktien auf ein neues Allzeittief zu drücken. Der Bloomberg-Experte John Authers warnte: «Wenn wegen der hohen Zinsen etwas in die Brüche geht, dann bei den Immobilien.»

Alles nur eine statische Fiktion

All das war jenen Experten zu viel Drama, welche die Inflation trotz allem für besiegt halten und bald tiefere Zinsen sehen wollen – ehe irgendwo Krisen ausbrechen. Dazu zählen Mark Zandi, Chefökonom von Moodys Analytics, oder der Ökonomieprofessor Arin Dube. Die hartnäckig hohen Inflationszahlen halten sie für eine statistische Fiktion.

Die Wohnkosten von Hausbesitzern würden mit Umfragen so erhoben, dass diese Kosten hinter der Aktualität herhinken und ohnehin in Wirklichkeit von niemanden bezahlt würden. Würden die USA so wie die Europäische Union rechnen, wäre die Inflation im März nahe dem Zielwert von 2 Prozent gelegen, sagte Dube und fügte hinzu: «Wir wären entspannt, nicht in Panik.»

Der nächste Schauplatz in dieser Woche war Frankfurt. Dort gab Christine Lagarde bekannt, wo die Europäische Zentralbank im Kampf gegen die Inflation steht. Die EZB-Präsidentin wollte die Leitzinsen zwar noch nicht senken. Aber sie machte Hoffnung, dass es im Juni so weit sein könnte. Laut der Bank J. Safra Sarasin sei die Türe dafür nun «weit offen».

Und zack. Sogleich wurde der Euro schwächer, der Franken stärker: Gegen Ende der Woche fiel der Euro zeitweise unter 97 Rappen. Damit ist eine Trendwende eingeleitet, zumindest für den Moment.

Denn zuvor hatte die Schweizerische Nationalbank (SNB) als erste wichtige Zentralbank den Leitzins gesenkt und damit den Abstand zur EZB auf ein Rekordhoch steigen lassen. (Nur 2002, also über zwei Jahrzehnte zuvor, war der Abstand gleich gross.) In der Folge wurde der Euro stark, der Franken schwach und die «Bank of America» sagte gar die Parität voraus – ein Euro wäre einen Franken wert gewesen. Nun wirkt diese Prognose wie aus der Zeit gefallen.

Rückkehr auf Rekordtiefen nicht ausgeschlossen

So oder so wird es noch eine Weile dauern, bis die Leitzinsen der grossen Zentralbanken wieder auf einem deutlich tieferen Niveau angelangt sind. Bis dahin werden sie vielleicht nicht die Finanzmärkte aus dem Gleichgewicht werfen, aber doch mit Bestimmtheit überall bremsen.

So erwartet die UBS für den Schweizer Immobilienmarkt, dass die Preise für Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen dieses Jahr noch etwa halb so stark steigen wie 2023. Wobei die grosse Überraschung ohnehin ist, dass die Preise überhaupt weiter in die Höhe gehen.

Wenn die Inflation dann zweifelsfrei besiegt ist, auch in den Augen des US-Fed und der EZB – wie geht es weiter? Gibt es eine Rückkehr in die Welt vor Corona, als die Zinsen rekordtief waren? Die Grossbank UBS ist dieser Frage nachgegangen und zum Schluss gekommen: Eine solche Rückkehr ist möglich, aber nicht die wahrscheinlichste aller Welten.

Es werde wohl so sein, dass die Leitzinsen hierzulande um die 1 Prozent herum liegen werden, schreiben die UBS-Ökonomen. Das wäre ein Prozentpunkt mehr als noch durchschnittlich zwischen 2008 bis 2022. In diesen Jahren wurde die Inflation heruntergezogen durch die schwache Erholung, welche auf die Finanzkrise von 2008 folgte. Die Schweiz hatte damals bloss eine durchschnittliche Inflation von null Prozent.

Dergleichen wird sich nach Einschätzung der UBS in den 2020er-Jahren nicht wiederholen. Der Inflationsdruck werde höher sein, unter anderem, weil die Babyboom-Generation in Pension geht, Arbeitskräfte knapp bleiben und die Löhne darum stärker steigen werden. Damit erklärt sich, warum eine Rückkehr zu den rekordtiefen Zinsen nicht ausgeschlossen ist. Sollte die Wirtschaft erneut über Jahre zu wenig ausgelastet sein, könnte die SNB abermals zu negativen Leitzinsen gezwungen sein.

Ob die Zinsen wieder auf Rekordtiefen fallen, ist eine weltweit diskutierte Frage. Die Finanzministerin der USA, Janet Yellen, hält es für «unwahrscheinlich». Dagegen hält es der renommierte US-Professor Maurice Obstfeld für «wahrscheinlich». Denn die wichtigsten Trends würden sich fortsetzen, welche die Zinsen in den letzten drei Jahrzehnten nach unten gedrückt haben. Dies sei unter anderem die demografische Alterung gewesen, infolge derer ein Überangebot an Spargeldern entstand. Und die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich wiederum rechnet mit höheren Zinsen, doch sei die Unsicherheit «sehr hoch».

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Tod eines Autisten (18), der Mann hinter den Klimaseniorinnen und Schulnoten

Der Tod eines 18-jährigen Autisten in der Klinik Königsfelden hat Folgen, der Drahtzieher hinter den Klimaseniorinnen ist ein Mann, Schulnoten stehen in der Kritik und dem Handgepäck wird der Kampf angesagt – die News der Sonntagspresse. 

Sonntagspresse

Wochenlange Isolation, viele Medikamente, kaum Therapie: Der Tod eines 18-Jährigen in der Aargauer Klinik Königsfelden wirft Fragen zur Behandlung von Menschen mit Autismus auf. Die «NZZ am Sonntag» steht in Kontakt mit mehreren Familien mit autistischen Kindern, die auf Akutstationen der Psychiatrischen Dienste Aargau (PDAG) landeten. Alle erzählen von ähnlichen Erfahrungen: Fokus auf Medikamente, Druck zur Unterordnung, wenig Beschäftigung. Ein 19-jähriger Autist wurde von einem Pfleger aufgefordert, ihm Penisbilder zu schicken. Ein 18-Jähriger starb nach wochenlanger Isolation.

Die Oberstaatsanwaltschaft bestätigt gegenüber der «NZZ am Sonntag», dass ein Strafverfahren in der Sache hängig ist. Im Fokus stehen eine Ärztin und ein Arzt. Beim Gesundheitsdepartement des Kantons Aargau laufen zwei Aufsichtsverfahren gegen die PDAG. Diesen Januar löcherten Grossrätinnen und Grossräte der Grünliberalen die Regierung mit Fragen. Gleich drei Interpellationen zu den psychiatrischen Diensten wurden eingereicht. Im Jahr 2021 waren Probleme an der Klinik publik geworden. Zwei Angestellte wandten sich mit einem Brief an die Gesundheitsdirektion. Es gebe Personalmangel, die Patientensicherheit sei gefährdet. Die Psychiatrischen Dienste Aargau weisen auf Anfrage darauf hin, dass es seit einem Grossteil der erwähnten Ereignisse zu personellen Wechseln in Schlüsselpositionen gekommen sei. Die Anwendung bewegungs- und freiheitseinschränkender Massnahmen würde als absolut letztes Mittel, als Ultima Ratio betrachtet

Ein Mann hat die Klimaseniorinnen erfunden

Der Europäische Menschenrechtsgerichtshof verurteilte diese Woche die Schweiz dafür, ältere Frauen zu wenig vor dem Klimawandel zu schützen. Ein Triumph für den Verein Klimaseniorinnen, der die Klage eingereicht hatte. Der Verein ist ein Instrument von Greenpeace. Die Umweltorganisation hat ihn eigens dafür aufgebaut hat, um medienwirksam vor Gericht gehen zu können. Kopf dahinter ist Kampagnenleiter Georg Klingler. Mithilfe eines bekannten PR-Beraters rekrutierte er die Frauen, organisierte eine umfassende PR-Kampagne und bereitete in Zusammenarbeit mit einer Anwältin die Klagen vor, wie die SonntagsZeitung berichtet. Die Kosten, auch für eine internationale Werbetour, wurden von Greenpeace bezahlt. Neun Jahre Arbeit und Ausgaben in Millionenhöhe haben sich gelohnt: Das Urteil wird international als «wegweisend» bezeichnet.

Hinter ihnen zieht ein Mann die Fäden.
Bild: Keystone

Chantal Galladé: «Ich würde die Schulnoten sofort abschaffen»

Die Kritik an den Schulnoten wird immer lauter. Jetzt schaltet sich Chantal Galladé in die Debatte ein. Die ehemalige Nationalrätin und heutige Lehrerin spricht sich für die Abschaffung der Noten aus, und das auf allen Schulstufen. «Noten sind nicht objektiv, wir müssen wegkommen von diesem starren Raster», sagt sie der SonntagsZeitung. Statt Zensuren von eins bis sechs brauche es individuelle Berichte zu den persönlichen Lernfortschritten der Kinder. «Das wird ihnen gerechter», sagt Galladé. Schlechte Noten könnten zudem zu Frustration und Lernblockaden führen. Kritik an Galladés Vorschlag kommt von Sek-Lehrer Daniel Kachel, Präsident des Zürcher Verbands der Sekundarlehrkräfte im Kanton Zürich. «Noten gelten heute oft als Problem, das schwächere Schüler traumatisiert. Meine Erfahrung ist eine andere: Sie können mit Noten meist sehr gut umgehen.» Kachel ist gegen die Abschaffung der Noten: «Die Kinder und Jugendlichen wollen die Möglichkeit haben, sich zu vergleichen. Es wäre unfair, ihnen das zu verweigern.»

Sind Schulnoten überflüssig?
Bild: Keystone

Fluggesellschaften sagen Handgepäck-Flut den Kampf an

Um der zunehmenden Menge an Handgepäck in Flugzeugkabinen entgegenzuwirken, rüsten Fluglinien wie Air France und Lufthansa mit grösseren Gepäckablagen auf. Das schreibt die «SonntagsZeitung». Andere Fluggesellschaften wie die Swiss verschärfen die Gepäckkontrollen beim Boarding. Die Swiss plant hingegen nicht, für Handgepäck innerhalb der Freigepäckmenge Gebühren einzuführen, so wie es bereits Ryanair, Easyjet und Wizz Air tun.

Das Handgepäck nimmt überhand.
Bild: Keystone

Mit diesen Massnahmen reagieren Fluggesellschaften auf das Verhalten der Passagiere, die seit der Corona-Pandemie vermehrt nur mit Handgepäck reisen möchten, um unter anderem zusätzliche Gebühren für aufgegebenes Gepäck zu vermeiden. Dies führt zu überfüllten Gepäckfächern und Verzögerungen beim Boarding. Fachleute sehen in den verstärkten Gepäckkontrollen und der Aufforderung, Handgepäck kostenfrei aufzugeben, eine notwendige Entwicklung der Fluglinien, um den Bedürfnissen der Passagiere gerecht zu werden und gleichzeitig die Sicherheit und Pünktlichkeit der Flüge zu gewährleisten. 

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Gesehen in: Kirchenbank unterwegs in Cressier

Die Kirchgemeinde Cordast feiert ihr 150-Jahr-Jubiläum. Anlässlich dieses runden Geburtstags war sie erstmals am Samstagnachmittag mit der roten Kirchenbank, die zum Verweilen einlädt, in Cressier unterwegs. Bei einem Apéro mit schmackhaften Salzkuchen aus dem Ofenhaus genossen die Gäste bei sommerlichen Temperaturen die Geselligkeit.

Hier die Bilder von Denise Mäder Rachdi:

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Elfic gewinnt zum Finalauftakt deutlich

Elfic ist im ersten Spiel des Playoff-Finals seiner Favoritenrolle gerecht geworden. Die Freiburgerinnen besiegten am Sonntag vor 260 Zuschauerinnen und Zuschauern im St.Leonhard Nyon 74:57. Beste Werferin war Qadashah Hoppie mit 20 Punkten. Damit ist Elfic nur noch zwei Siege vom Meistertitel entfernt. Weiter geht es in der Serie (Best of 5) am Mittwoch mit Spiel zwei, das erneut im St.Leonhard stattfindet.

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Das war’s für die Union Tafers-Freiburg

Die Union Tafers-Freiburg ist im Halbfinal der Nationalliga A ausgeschieden. Das Traditionsteam verlor beide Spiele gegen Qualifikationssieger Yverdon. Auf die 3:5-Heimniederlage vom Samstag folgte am Sonntag auswärts ein 0:4. Es waren fürs Erste die letzten zwei Spiele in der höchsten Spielklasse, Ende Februar hatte die Union bekannt gegeben, dass sie sich nach 35 Jahren am Ende der Saison freiwillig aus der NLA zurückzieht.

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